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| Informationen für das Mitführen von Vierbeinern |

Neuer EU-Heimtierpass für Vierbeiner

Ab dem 3. Juli 2004 gelten in der EU weitgehend einheitliche Bestimmungen für das Reisen mit Haustieren. Für Hunde, Katzen und Frettchen, die innerhalb der EU reisen, muss dann ein neuer, einheitlich gestalteter Ausweis mitgeführt werden. In dem blauen Heimtierpass mit dem europäischen Sternenbanner wird, neben den Angaben zum Tier und Besitzer, die gültige Tollwutimpfung tierärztlich bescheinigt. Sie wird von den EU-Mitgliedsstaaten als einzige Impfung für die Einreise verlangt und muss mindestens 30 Tage und längstens zwölf Monate vor Grenzübertritt durchgeführt worden sein. Erforderlich ist außerdem, dass Hunde, Katzen und Frettchen mit einem Mikrochip oder durch Tätowierung [nur noch übergangsweise bis zum Jahr 2011] gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnungsnummer muss ebenfalls im Ausweis eingetragen werden. Die Regelungen zum Heimtierpass gelten grundsätzlich für den privaten Reiseverkehr mit bis zu fünf Tieren wie auch für den Handel zwischen Mitgliedsstaaten der EU.

Ermächtigung für Tierärzte

Die Verordnung [EG] Nr. 998/2003 sieht vor, dass die neuen Heimtierausweise nur von Tierärzten/-innen ausgestellt werden dürfen, die hierzu behördlich legitimiert worden sind. Mit der behördlichen Legitimation für das Ausstellen der Heimtierausweise übernimmt der Tierarzt zugleich die volle Verantwortung für das ordnungsgemäße Ausfüllen des neuen Dokumentes.

Sonstiges

Maulkorb und Leine sind mitzuführen [für Hunde]Für andere Heimtiere, etwa Nager, Hauskaninchen oder Vögel [ausgenommen Geflügel] sind keine Bescheinigungen erforderlich. Es dürfen allerdings maximal 5 Tiere pro Person mitgeführt werden. Im Ausweis, der vom Tierarzt ausgestellt wird, sollten Tollwutimpfungen und andere Impfungen attestiert sowie weitere Angaben zum Gesundheitszustand der Tiere gemacht werden. Ziel ist ein vollständiger Überblick über den Gesundheitszustand des betreffenden Tieres. Jungtiere, die noch nicht geimpft werden können, dürfen ohne Impfung reisen.

Transportbestimmungen

Auto: Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor, dass Hunde und Katzen auf dem Rücksitz reisen dürfen, wenn dies kein Hindernis bzw. Gefahr für das Fahren darstellt. Wenn mehrere Tiere gleichzeitig mit dem Auto befördert werden, empfiehlt sich der mit einer stabilen Trennwand versehene hintere Fahrzeugraum. Die Geldstrafe bei Nichteinhaltung der Vorschrift liegt zwischen 50 und 200 Euro. Bahn: Die Tiere dürfen mit ihren Besitzern kostenlos reisen, wenn sie in Käfigen oder ähnlichen Behältnissen mit einer Abmessung von 70x50x30 cm untergebracht sind. In Zügen ist der Hund an der Leine zu führen zudem muss ein Maulkorb angelegt werden. Für Blindenhunde gelten andere Vorschriften. Flugzeug: Im Flugzeugraum dürfen nur Tiere reisen, die ein Gewicht von max. 8-10 kg aufweisen und in entsprechenden Käfigen untergebracht sind. Eine Flugkarte für nationale Flüge kostet ca. 20 Euro. Große Hunde reisen im luftverdichteten Laderaum. Schiff: Viele Schifffahrtsgesellschaften gestatten es, Tiere in die Kabine mitzunehmen. Andere dagegen verfügen über eigene Hunderäume. Hier können die Tierbesitzer ihre Tiere besuchen. Auf den Fähren der Italien. Staatsbahnen, die Sizilien und Sardinien mit der Halbinsel verbinden, wird pro Tier eine um 40% reduzierte Fahrkarte verlangt.

Gesetzliche Feiertage

Neujahr: 1. Januar [Capodanno] Dreikönigsfest: 6. Januar [Epifania] Ostern: variabler Feiertag [Pasqua] Karfreitag: kein Feiertag Fest der Befreiung [1945]: 25. April [Festa della liberazione] Tag der Arbeit: 1. Mai [Festa del lavoro] Tag der Republik: [2. Juni] Mariä Himmelfahrt: 15. August [Ascensione - Ferragosto] Allerheiligen:1. November [Ognissanti] Mariä Empfängnis: 8. Dezember [Immacolata Concezione] Weihnachten: 25. Und 26. Dezember Schulferien in Italien von Mitte Juni bis Mitte September [in ganz -Italien]. Bei den angegebenen Festen handelt es sich nur um eine Auswahl der wiederkehrenden kulturellen Veranstaltungen in Italien. Weitere Informationen erteilen die örtlichen Fremdenverkehrsämter.

Ausgewählte Verkehrsbestimmungen

Abblendlicht

Tagsüber muss das Abblendlicht auf allen Italienischen Straßen eingeschaltet sein. In schlecht beleuchteten Tunnels und Galerien ist das Abblendlicht ebenso einzuschalten. Motorräder und Mopeds müssen immer mit Licht fahren.

Grüne Versicherungskarte

Die Grüne Versicherungskarte wird vom ADAC sehr empfohlen.

Unfall in Italien

Polizei

Die Polizei nimmt in der Regel nur Unfälle mit Personenschäden und hohem Sachschaden auf. Bei einem Unfall müssen Sie unbedingt die Versicherung und die Versicherungsnummer des Schädigers erfragen. Diese Angaben finden Sie im Regelfall an einer Plakette auf der Windschutzscheibe. Nur aufgrund des Namens und Kennzeichens des Schädigers lässt sich die Versicherung nur unter größten Schwierigkeiten ermitteln. Die Mindestdeckungssumme beträgt umgerechnet pauschal ca. 1.5 Mio. DM für Personenschäden und Sachschäden. Heilbehandlungskosten werden in voller Höhe erstattet. Die entstandenen Sachschäden werden ersetzt. Dabei ist die Vorlage einer Werkstattrechnung ausreichend.

Ein Gutachten wird ebenfalls anerkannt.

Auch in Italien kann eine Reparatur vor Ort von Vorteil sein, da dies die Dauer der Regulierung verkürzt und der Geschädigte aufgrund höherer Preise in Deutschland nicht mit einem Abzug rechnen muss. Bei Vorlage deutscher Werkstattrechnungen empfiehlt sich die Übersetzung in die italienische Sprache. In Italien hat der Geschädigte nur dann Anspruch auf ein angemessenes Schmerzensgeld, wenn dem Unfall eine strafbare Handlung zugrunde lag. [Bei Unfällen mit schweren Personenschäden kann der Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung erfüllt sein]. Die Höhe des Schmerzensgelds richtet sich nach Art und Schwere der erlittenen Verletzungen. Hat der Geschädigte nachweislich einen Verdienstausfall erlitten, wird dieser ersetzt. Insoweit empfiehlt sich hier ein Attest eines italienischen Arztes, was die Regulierungsdauer beschleunigt. Mietwagenkosten werden in Italien entsprechend der Reparaturdauer ersetzt. Bei einem Totalschaden ist die Wiederbeschaffungszeit maßgebend. Wertminderung: Wird in Italien von den Gerichten nicht anerkannt. In Italien kann sich die Regulierung eines Unfalls länger hinziehen als in Deutschland

Handy am Steuer

Es besteht ein Handyverbot. Telefonieren ist nur mit einer Freisprecheinrichtung gestattet. Das Telefonieren mit einem Handy während der Fahrt kann gemäß Artikel 173 StVO [Codice della Strada] mit einer Geldbuße geahndet werden.

Parken

An weißen Bordsteinstreifen kann gratis geparkt werden [nicht in Bozen], an blauen Streifen ist das Parken gebührenpflichtig und an schwarz-gelben Streifen ist das Parken verboten. Gelbe Parkflächen sind reserviert für Autobusse, Taxis etc. In manchen Städten gibt es ausgewiesene grüne Parkflächen: Hier besteht an Werktagen Parkverbot von 8 Uhr bis 9.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 16 Uhr.

Parkverbot

Parkverbot besteht an schwarzgelb markierten Bordsteinen sowie an gelb gekennzeichneten - z.B. für Taxi und Busse reservierten - Parkflächen. Parken in Landschaftsschutzgebieten ist untersagt.

Promille-Grenze

Die Promille-Grenze liegt in Italien bei 0,5 Promille.

Überholen

Das Überholen ist vor und auf Bahnübergängen verboten. Straßenbahnen dürfen rechts nicht überholt werden, wenn Fahrgäste ein- oder aussteigen.

Vorfahrt auf Bergstraßen

In Italien muss man allen Linienbussen auf Pass- und Bergstraßen den Vortritt lassen, unabhängig davon, ob sie berg- oder talwärts fahren.

Warnwesten

Seit April 2004 müssen in Italien Autofahrer eine rote, gelbe oder orangefarbene Warnweste tragen, wenn sie außerhalb geschlossener Ortschaften, z.B. bei Panne oder Unfall, ihr Fahrzeug verlassen und sich auf der Fahrbahn aufhalten. Wer in Italien künftig die Weste im Bedarfsfall nicht trägt und erwischt wird, muss mit einem Verwarnungsgeld von mindestens € 35 rechnen. Sinn und Zweck der Warnwesten-Vorschrift ist - so der italienische Gesetzgeber - der Schutz und die Sicherung derjenigen Person, die das Warndreieck aufstellt. Der Gesetzeswortlaut sieht im Hinblick auf die Warnweste ausdrücklich nur eine Tragepflicht für den Fahrer des betreffenden Fahrzeugs ["conducente"] vor. Dieser muss, wenn er das Fahrzeug nach einer Panne oder einem Unfall verlässt und ein Warndreieck aufstellt, die Warnweste tragen. Nimmt sich dagegen ein Beifahrer dieser Aufgabe an, so trifft nach dem Schutzzweck des Gesetzes natürlich auch diesen die Tragepflicht - auch wenn das Gesetz [vielleicht etwas zu sehr einschränkend] nur vom "Fahrer" spricht. Da sich im Normalfall aber ohnehin nur eine Person zu diesem Zweck auf der Fahrbahn aufhält, genügt es regelmäßig, nur eine Warnweste mitzuführen. Fahrer von einspurigen Fahrzeugen, also Motorrädern, sind von der Warnwestenpflicht nicht betroffen.

Besondere Verkehrsschilder

Zona di silenzio = Hupverbot
Deviazione = Umleitung
Tenere la destra = Rechts fahren
Tutte le direzioni = alle Richtungen
Rallentare = Langsam fahren
Senso unico = Einbahnstraße
Sbarrato = Gesperrt
INIZIO Zona tutelata = Beginn der Parkverbotszone.

Geltung deutscher Führerscheine in den EU-Staaten

Nach der EU-Führerscheinrichtlinie 91/439/EWG müssen sämtliche bisher geltenden Führerschein-Dokumente, also auch DDR-Führerscheine, in den anderen EU-Staaten anerkannt werden; es darf weder die neue Führerschein-Plastikkarte noch eine Übersetzung oder gar zusätzlich ein internationaler Führerschein verlangt werden. Dies hat auch die EU-Kommission mit Entscheidung vom 21.3.2000 ausdrücklich bestätigt. Gelegentliche Beanstandungen: Deutsche Auto-Urlauber sind in der Vergangenheit gelegentlich im Ausland beanstandet worden, wenn sie mit ihrem alten Führerschein in eine Polizeikontrolle gerieten. Denn die ausländische Polizei kennt oft die genaue Rechtslage nicht und verlangt manchmal den 1999 eingeführten neuen EU-Führerschein im Scheckkartenformat. Sollte ein älterer Führerschein bei einer Verkehrskontrolle nicht akzeptiert werden, wird man häufig ums Zahlen [wenn möglich unter Vorbehalt oder als Sicherheitsleistung] kaum herumkommen, da die Polizei den Betroffenen zwecks Eintreibung des Bußgeldes am Weiterfahren hindern oder eine Sicherheitsleistung verlangen kann. Aus dem Strafzettel sollten aber sowohl der bezahlte Betrag, als auch der Zahlungsgrund zu ersehen sein. Wer über eine Rechtsschutzversicherung verfügt, kann versuchen, den Bescheid mit Hilfe eines ausländischen Anwalts anzufechten, um so u. U. sein Geld zurückzubekommen. Wer jedoch unbedingt von vorneherein etwaigen Problemen aus dem Weg gehen möchte, kann seinen alten Führerschein gegen das neue EU-Dokument umtauschen. Dieser Verwaltungsvorgang kostet EUR 24,--. Die Wartezeit beträgt je nach Wohnort des Antragstellers zwischen einer und sechs Wochen. Diese Maßnahme empfiehlt sich vor allem dann, wenn der Betroffene häufig ins Ausland fährt, der vorhandene Führerschein mit einem alten Foto versehen ist oder Eintragungen nicht mehr gut lesbar sind. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die alten deutschen Führerscheine nach wie vor auch in allen anderen Ländern der Europäischen Union gültig bleiben. Nach der Führerscheinrichtlinie 91/439/EWG müssen diese Dokumente in sämtlichen EU-Staaten weiterhin anerkannt werden. Dies hat die EU- Kommission mit Entscheidung vom 21.3.2000 ausdrücklich bestätigt.